viernes, septiembre 03, 2010

Immobilienpreise sind in Spanien auf breiter Front gefallen.


Die Immobilienpreise sind in Spanien infolge der Finanzkrise auf breiter Front gefallen. Sie befinden sich z.Zt. auf einem fuer Spanien angemessenem Niveau. In einigen Gebieten haben die Preise bereits einen Punkt erreicht, bei dem eine Stabilisierung zu erkennen ist. Speziell Strandimmobilien in Zonen, in denen kein Ueberangebot besteht, haben einen stabilen Level erreicht.

Allerdings gibt es Gebiete die ueber sehr hohe Leerstaende verfuegen. Hier sind die Preise noch nach unten gerichtet. In diesen Zonen begannen Britische Immobilienbesitzer, die mit einem kleinen oder keinem Eigenkapitalanteil Immobilien gekauft hatten, vor ca. 2 Jahren panikartig zu verkaufen. Sie konnten aufgrund der wirtschaftliche Situation zuhause, die Amortisationen nicht mehr bedienen. Viele Briten gaben den Banken, die ihre Immobilien finanziert hatten, die Schluessel ihrer Immobilie und verabschiedeten sich aus Spanien. Dieses ist moeglich, da in Spanien nur die Immobilie haftet, nicht der Immobilienbesitzer.

Die groessten Immobilienbesitzer in Spanien sind augenblicklich die Banken, die zu den bereits erwaehnten Immobilien auch die der spanischen Baugesellschaften uebernehmen mussten, da die meisten von ihnen nicht mehr liquide waren und sind.

Da die meisten Banken diese Immobilien zu hohen Einstandspreisen in den Buechern fuehren, koennen sie diese nicht sofort verkaufen, da der Abschreibungsbedarf zu hoch waere.

In den kommenden Jahren werden die spanischen Banken peu a peu ihre Bestaende auf den Markt bringen, was zur Folge haben wird, dass sich die Preise ueber die kommenden 3 bis 4 Jahre nicht erholen werden. Nur punktuell schon frueher aber auf breiter Front nicht.

Dieses hat aber auch etwas Positives. Viele Spanier konnten sich die Wohnungen im eigenen Land nicht mehr erlauben. Kleine 3 Zimmerwohnungen wurden gegen Ende der Boomzeit mit 250.000€ und mehr angeboten. D.h. die Hypothekenbelastungen waren nicht tragbar. Jetzt, da die Preise dieser Wohnungen auf dem Preisniveau von ca. 1999 befinden, sind die Wohnungen wieder finanzierbar. Spanische Beamte, deren Einkommen von den Banken als solide bewertet wird, erhalten noch die wenigen Hypotheken, die die Banken vergeben. Aber auch nur dann, wenn die Bank ein eigenes Interesse hat, diese Immobilien aus ihren Bestaenden zu uebergeben.

Golfimmobilien in Andalusien an der Costa de la Luz, in Costa Esuri/Ayamonte in der Provinz Huelva kosten z.Zt. 85.000€ zzgl. ca. 10% Nebenerwerbskosten. (ca 75qm, 2 SZ, 2 Baeder, Kueche und annehmbare Terrasse, Gemeinschaftspool und reservierter Autostellplatz.) siehe Foto

Und noch etwas Positives - bislang wurde ueberwiegen alles mit einer "heissen Nadel" gebaut. In Zukunft werden wohl nur noch neue Wohnungen verkauft, die sich qualitativ auf nordeuropaeischem Stand befinden und deren Ausstattungen gehobenen Anspruechen entsprechen. Das Umdenken wird erfolgen und viele halbfertige Projekte werden vermutlich in diese Richtung nachgebessert werden.

Auf lange Sicht gesehen, bleibt Spanien mit seinen Kuesten ein reizvolles und beliebtes Urlaubsziel. Und wenn diese Resourcen liebevoll und behutsam entwickelt werden, der Service und der Umgang mit Touristen professioneller wird und letzlich noch die Preise fuer Restaurants und Cafes Bodenhaftung zeigen, kann das fuer alle Beteiligten nur gut sein.