domingo, septiembre 09, 2007

Kühle Brise

HANDELSBLATT, Freitag, 7. September 2007, 05:18 Uhr
Spanien


Von Anne Grüttner

In Madrid ging gestern ein deutliches Aufatmen durch die Büros und Wohnungen, als die Europäische Zentralbank auf eine Zinserhöhung verzichtete.


Denn der starke Zinsanstieg der letzten Wochen wirkt sich in Spanien wegen der hohen und größtenteils variabel verzinsten Verschuldung der Familien stärker aus als in allen anderen europäischen Ländern. Ein zu hohes Zinsniveau könnte dafür sorgen, dass aus der bisher sichtbaren Konjunkturabkühlung der spanischen Wirtschaft eine harte Landung wird.

Die internationale Finanzkrise trifft in Spanien auf eine Wirtschaft, die sich gerade erneuert und das relativ ungezügelte Wachstum der letzten zehn Jahre durch ein nachhaltigeres Modell ersetzt: weg von der einseitigen Ausrichtung auf Immobilien und Konsum, hin zu einer Stärkung von Industrie und Export.

Spanische Unternehmen haben in den letzten zehn Jahren hart gearbeitet, und die Früchte dieser Anstrengung werden nun sichtbar. Produkte werden gut vermarktet, die Internationalisierung schreitet zügig voran. Die große Frage ist nun, wie stark die beiden bisherigen Hauptmotoren der Wirtschaft durch die gestiegenen Zinsen abgewürgt werden und wie schnell die restliche Wirtschaft einen Ausgleich schaffen kann.

Das schnelle Wachstum der spanischen Wirtschaft in der letzten Dekade wurde vor allem durch die rapide Talfahrt der realen Zinsen verursacht. Die neuen Möglichkeiten einer billigen Finanzierung lösten einen Immobilienboom und eine Konsumwelle aus, die mit der Einführung des Euros vor sieben Jahren noch zusätzlichen Schwung erhielten. Die negativen Folgen dieses Booms sind, dass die Haushalte mittlerweile zu den am stärksten verschuldeten in Europa gehören und die Immobilienpreise irrsinnige Höhen erreicht haben. Und das spanische Außenhandelsdefizit macht schon mehr als zwei Drittel des Defizits aller 27 EU-Länder aus. Das erklärt sich durch den hohen Konsum von Importware, aber auch dadurch, dass die Unternehmen wegen des brummenden Heimatmarktes wenig Anreiz zum Export hatten.

Das ist jetzt vorbei. Schon die graduelle Zinserhöhung der letzten zwölf Monate hat dafür gesorgt, dass der Immobiliensektor und der interne Konsum deutlich schwächeln. Das war im zweiten Quartal bereits sichtbar und dürfte sich im dritten Quartal deutlich beschleunigen.

Weil die Hypothekenkredite in Spanien zu 90 Prozent variabel verzinst sind, gehören die noch vor kurzem vergleichsweise billigen spanischen Hypotheken mittlerweile zu den teuersten in Europa, übertroffen nur noch von Großbritannien. Angesichts der stark gestiegenen Zinslast bleibt dem spanischen Mittelstand mit seinen relativ niedrigen Löhnen und Gehältern jetzt nur, seine Hypotheken- und Konsumkredite neu mit der Bank zu verhandeln und weniger zu konsumieren.

Positiv ist, dass das spanische Finanzsystem aufgrund strenger Auflagen sehr solide ist und der (noch) geringe Anteil der dubiosen Kredite gut abgesichert ist. So machen sich die Wirtschaftsstrategen in Spanien weniger Sorgen um ihre Banken als um den Konsum. Spanien ist ein Land der Hauseigentümer. Und in Bedrängnis geratene Mittelstandsfamilien kürzen zunächst einmal alle anderen Ausgaben, bevor sie ihre Hypothekenzinsen nicht bezahlen.

Schon jetzt ist sichtbar, dass die Spanier ihre Freizeit billiger gestalten, weniger essen gehen, weniger für den Urlaub ausgeben. Sollte sich diese Tendenz verstärken, würde das sehr arbeitsintensive Sektoren treffen. Ein deutliches Ansteigen der Arbeitslosigkeit aber könnte schnell eine negative Spirale in Gang setzen, die auch den Banken und Sparkassen arg zusetzen dürfte. In vielen mittelständischen Familien gilt: Beide Eltern verdienen, aber wenn nur einer davon seinen Job verliert, wird die Schuldenlast untragbar.

Diesen Schwächen steht aber auch eine Reihe von Stärken der spanischen Wirtschaft gegenüber. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor ist hoch und durchaus imstande, einen großen Teil der überflüssigen Arbeitskräfte im Bau- und Immobiliensektor zu absorbieren. Hinzu kommt, dass der Staatssäckel nach der langen Boomstrecke gut gefüllt ist und der Staat einer zu schnellen Abkühlung entgegenwirken kann, was er auch schon tut. Zudem bedeutet der sinkende Konsum eine geringere Importnachfrage und damit eine heilende Wirkung auf das Außenhandelsdefizit. So scheint es derzeit wahrscheinlich, dass die internationale Finanzkrise den laufenden Anpassungsprozess der spanischen Wirtschaft sogar in positiver Weise beschleunigt.

Fazit: Der heiße Boom ist vorbei. Aber das bedeutet keinen Kälteschock. Es ist eher so, dass sich die Wirtschaft auf eine langfristig gesündere Temperatur abkühlt.



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domingo, agosto 27, 2006

IMMOBILIENBESITZ

Warum die Deutschen lieber mieten
Von Arne Gottschalck
Anders als etwa in Spanien oder Irland wohnen in Deutschland die meisten Bürger zur Miete. Der Staat sei daran nicht ganz unschuldig, befindet das Deutsche Institut für Altersvorsorge.
Hamburg - Die Stimmung im deutschen Baugewerbe ist gut, zumindest gemessen an den aktuellen Zahlen. Immerhin verbuchte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im ersten Halbjahr 8,6 Prozent mehr Aufträge als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Damit wären die Erlöse der Branche zum ersten Mal seit sieben Jahren gestiegen. Auch die neuen Bundesländer sind von dieser Entwicklung betroffen. Deutschland - einig Immobilienwunderland?
Wohl kaum. Deutschland ist beileibe keine Hochburg der Immobilieneigner. Noch immer liegt die Eigentumsquote bei nur etwas über 40 Prozent. Diese Quote stellt fest, welcher Prozentsatz der Haushalte im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung leben. Nur in der Schweiz liegt der Vergleichswert noch niedriger.
Der Erwerb von Wohneigentum sei in Deutschland oft zu teuer, stellt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) dazu fest, das von der Deutschen Bank und der Zürich Gruppe finanziert wird. Während in den USA beispielsweise für ein Haus oder eine Wohnung im Schnitt nur zwei bis drei Nettojahresgehälter aufgebracht werden müssen, ist es in Deutschland mit fünf bis sechs Gehältern fast das Doppelte.
Zudem ist der Eigentumserwerb aus Sicht des DIA oft zu bürokratisch. In Deutschland finanzieren Banken den Kauf von Wohneigentum nur unter strengen Voraussetzungen. Regelmäßig, so die Studie, verlangen sie ein Eigenkapitalanteil von 25 Prozent. In anderen Ländern wird das lässiger gehandhabt. In Irland beispielsweise genügen zehn Prozent des Kaufpreises - und das Gehalt ist eher uninteressant. In Dänemark sind es nur fünf Prozent.
Keine Lust auf Eigentum
Allerdings, so räumt das DIA auch ein, fördere ein attraktiver Mietmarkt nicht gerade die Lust auf die eigene Wohnung. Ein extremes Beispiel ist Berlin, wo nur gut jeder neunte Haushalt in den eigenen vier Wänden lebt: Die Mieten für vergleichbare Wohnungen sind im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland einfach zu günstig. Die deutsche Immobilienabstinenz allein an einer Ursache festzumachen, sei also nicht möglich, so die Studie.

So wohnt die Welt
Land
Eigentumsquote in Prozent
Spanien
81
Irland
78
USA
69
Großbritannien
69
Österreich
57
Frankreich
56
Niederlande
54
Dänemark
51
Schweden
46
Deutschland
43
Schweiz
35

Quelle: DIA, Stand 2006

Es müsse sich jedenfalls einiges ändern, um mit den Nachbarn gleichzuziehen, fordert Bernd Katzenstein, Sprecher des DIA. Am besten gleich ein "ganzes Maßnahmenbündel". Zum Beispiel, indem die Riester-Förderung auch für das Ansparen von Wohneigentum gälte.
Dabei kommt dem Kölner Institut eine aktuelle Entwicklung ganz gelegen: Denn die jüngeren Menschen haben begriffen, dass sie sich für ihren Ruhestand nicht allein auf die staatliche Rente werden verlassen können, sondern eigenverantwortlich vorsorgen müssen. Sparen also. Dazu sind sie bereit. Und Immobilieneigner können mehr beiseitelegen als Mieter, so die Erhebung: Während die einen bis zum Renteneintritt gut acht Jahreseinkommen ansparen konnten, war es bei den Mietern nicht einmal sieben.
Und das, obwohl der Eigentümer doch jahrelang seine Kredite abzahlen muss. Das Eigentum führe nämlich zu etwas, was die Studie als "Zwangsspareffekt" bezeichnet und das sich nicht nur zum Beispiel auf die Zahlung der Zinsen der Kredite erstreckt, sondern das gesamte Sparverhalten. Und auch das Arbeitsverhalten ändere sich bei Erwerb einer Immobilie - während in Mieterhaushalten oft nur einer oder eine für das Geldverdienen zuständig ist, können Eigentümer oft gar nicht anders, als beide arbeiten zu gehen - eben um die Kredite zu bedienen.
Die Lösung für die jüngere Generation wäre also Wohneigentum. Ein Paradigmenwechsel: Aktuell sind es noch die Älteren, die Wohnungen besitzen - einfach weil Immobilien in den 60er und 70er Jahren in Relation zum Einkommen günstiger waren als heute. Wurden damals in den alten Bundesländern 4,3 Bruttojahreseinkommen für ein Eigenheim gezahlt, sind es heute 6,7.
Ideale Lösung, so das DIA, wäre die Riesterförderung. Damit wäre dem Staat geholfen, der jüngeren Bevölkerung - und der Bauindustrie sowieso. Dass auch die Geldgeber vom DIA daran verdienen würden, sei nur am Rande festgestellt.

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domingo, marzo 05, 2006

Deutsche fliegen immer mehr - Spanien bleibt Lieblingsziel

03.03.2006

Wiesbaden (ddp). Der Flugtourismus in Deutschland wächst weiter. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, flogen im vergangenen Jahr 62,1 Millionen Passagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland. Das waren 4,8 Millionen mehr als 2004, ein Zuwachs von 7,9 Prozent. Dabei werden insbesondere die Regionen am Mittelmeer immer beliebter.


Das bedeutendste Zielland bleibt weiter Spanien mit 10,3 Millionen Passagieren. Das ist ein Plus von 7,2 Prozent. Allein in die Tourismus-Hochburgen der Balearen flogen 4,0 Millionen Passagiere und damit 7,8 Prozent mehr als 2004. Noch deutlicher wuchs der Flugverkehr nach Italien mit einem Plus von 10,3 Prozent auf 4,6 Millionen Gäste.


Unter den außereuropäischen Staaten wurden besonders Kenia und Südafrika beliebter. Nach Kenia reisten mit 100 000 Passagieren 19,5 Prozent mehr Urlauber. Ans Kap und in den Kruger-Nationalpark zog es 400 000 Menschen aus Deutschland, ein Plus von 18,0 Prozent. Von den von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Ländern erreichte Thailand mit 500 000 Passagieren noch ein Plus von 1,0 Prozent, während das Aufkommen für Sri Lanka und die Malediven mit jeweils 100 000 Reisenden um 32,1 Prozent beziehungsweise 20,6 Prozent abnahm.


Das beliebteste Reiseziel außerhalb Europas bleiben die USA mit 4,2 Millionen Passagieren und einem Zuwachs von 7,0 Prozent. Allerdings stellen hier neben Flugtouristen Geschäftsreisende einen Großteil der Fluggäste. Das gleiche gilt für China, wohin mit 600 000 knapp 17 Prozent mehr Passagiere flogen und das somit seine Position als wichtigstes Zielland in Asien weiter ausbaute.


ddp.djn/sie/pon

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viernes, noviembre 18, 2005

Immobilien: Vor verschlossener Tür
[Von ftd.de, 09:22, 27.10.05]

Eine Allianz-Studie hält das Pfandbriefsystem dafür verantwortlich, dass junge Familien nur schwer Wohneigentum bilden können. Deutschland bildet diesbezüglich das Schlusslicht in Westeuropa .

Damit junge Familien Wohneigentum erwerben können, muss das deutsche Kreditsystem reformiert werden. Der Grund: Die starre Struktur der Pfandbriefe behindert Banken bei der Vergabe von Hypothekendarlehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Allianz-Gruppe. 64 Prozent aller Haushalte in Westeuropa leben im Wohneigentum. Spitzenreiter sind nach Berechnungen des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) die Spanier mit einer Rate von 85 Prozent. An zweiter Stelle folgen die Briten mit 72 Prozent. Das Schlusslicht bildet Deutschland. Nur 43 Prozent aller Haushalte hier zu Lande besitzen Immobilien.

Erben ist oftmals der einzige Weg zum EigenheimFür junge Menschen ist es in Deutschland so gut wie unmöglich, Wohneigentum zu erwerben. Nach Angaben von Eurostat leben nur knapp zwei Prozent aller Single-Haushalte im Alter von bis zu 30 Jahren in Deutschland im Eigentum. Im westeuropäischen Durchschnitt sind es hingegen 20 Prozent; in Großbritannien gar 30 Prozent. In der Gruppe der 30- bis 64-Jährigen beträgt die Eigentümerquote in Deutschland 20 Prozent, im europäischen Schnitt sind es 50 Prozent (siehe Grafik). "Jüngere Altersschichten - sofern sie das Eigenheim nicht geerbt haben - sind in Deutschland schlicht vom Markt ausgeschlossen", schreiben Thomas Beyerle, Chefresearcher der Allianz-Immobilientochter Degi, und David F. Milleker von der Allianz Group Economic Research in ihrer Studie "Wohnimmobilien in finanzwirtschaftlicher Perspektive". Eine der Hauptursache sehen die Autoren im traditionellen deutschen Pfandbriefsystem. Hypothekenbanken bündeln ihre Kredite in Pfandbriefen und verkaufen diese am Kapitalmarkt, um sich zu refinanzieren. Dem Käufer des Pfandbriefs wird eine feste Verzinsung garantiert. Um diese Zusage jedoch jederzeit einhalten zu können, verlangen die Darlehensgeber, dass Kreditnehmer gewöhnlicher Bonität über ausreichend Eigenkapital verfügen. Das heißt: Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises einer Immobilie sowie sämtliche Erwerbsnebenkosten müssen aus eigenen Mitteln getragen werden. Geld, das junge Familien schlichtweg nicht haben.

Mangelnde FlexibilitätHinzu kommt ein weiteres Problem: Um die zugesagte Verzinsung des Pfandbriefes sicherzustellen, ist es den Darlehensnehmern nicht möglich, ohne Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig einen Kredit zu kündigen. Das hält junge Menschen, die flexibel auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren und ihre Mobilität bewahren wollen, davon ab, Wohneigentum zu erwerben. "Die Umschlagsrate bei selbst genutzten Wohnimmobilien liegt in Deutschland bei nur knapp drei Prozent des Bestandes", schreiben Beyerle und Milleker. Hingegen beträgt die Quote in Großbritannien 8,5 Prozent, in den benachbarten Niederlanden 7,5 Prozent. Auf den ersten Blick refinanzieren sich die Hypothekenbanken in den übrigen Ländern Westeuropa ähnlich wie in Deutschland: Statt in Pfandbriefen werden die Kredite in so genannten Mortgage Backed Securities (MBS) gebündelt und ebenfalls an die Kapitalmärkte weitergereicht. Allerdings wird den MBS-Käufern statt eines Festzinses ein garantierter Aufschlag auf den jeweils aktuellen Leitzins zugesagt. Dafür müssen die Käufer "das Risiko einer vorzeitigen Refinanzierung durch den Hypothekennehmer tragen", erläutert Beyerle.

Kleiner Unterschied mit erheblichen FolgenDiese scheinbar minimalen Unterschiede haben erhebliche Folgen: Weil eine Verzinsung oberhalb des jeweiligen Leitzinses der Notenbanken garantiert ist, sind die MBS-Käufer risikobereiter. Grunderwerber benötigen deshalb deutlich weniger Eigenkapital. In Spanien beispielsweise müssen in der Regel nur fünf Prozent des Kaufpreises selbst erbracht werden. In Großbritannien sind sogar 120-Prozent-Finanzierungen möglich. Eigenheimkäufer können sich auch das Geld für die Nebenerwerbskosten bei ihrer Bank leihen. Dafür fallen die Hypothekenzinsen im Ausland höher aus als in Deutschland, haben die Allianz-Researcher errechnet. Gleichzeitig müssen Eigenheimerwerber in Ländern wie Großbritannien und Spanien größere Risiken eingehen. Denn die Hypothekenzinsen sind dort meist an die Leitzinsen gekoppelt. Heben die Notenbanken diese an, verteuern sich automatisch die Kredite. Das aber hat bisher viele junge Familien in diesen Ländern nicht davon abgehalten, sich ihren Traum vom eigenen Heim zu erfüllen.

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sábado, octubre 29, 2005

Sonne in Spanien, Wolken über Italien
von Richard Haimann
Spanien hui, Italien pfui
- auf diesen einfachen Nenner lässt sich das Urteil der Analysten über Südeuropas wichtigste Büroimmobilienmärkte bringen. Während auf der iberischen Halbinsel die Indikatoren nach oben zeigen, sieht es auf der apenninischen schlecht aus. Das hat Konsequenzen für Anleger offener Immobilienfonds.

Zu den Gewinnern der aktuellen Marktentwicklung zählt beispielsweise der angeschlagene Deka-Immobilienfonds: 5,1 Prozent des Fondsvermögens stecken in drei spanischen Immobilien, das geht aus dem jüngsten Rechenschaftsbericht hervor. In Italien hingegen hatte der Fonds des Anbieters aus der Sparkassen-Finanzgruppe nicht einen Cent angelegt. Ebenfalls in Spanien, nicht aber in Italien engagiert sind der Grundbesitz-Invest der Deutschen-Bank-Tochter DB Real Estate und der Difa-Grund des Anbieters der genossenschaftlichen Banken, Difa.

Zu den Fonds, die in beiden Ländern eingekauft haben, zählt der Deka-Immobilien-Europa. Ende Juli ruhten 4,5 Prozent des in Immobilien gebundenen Kapitals in vier spanischen Objekten; 1,3 Prozent des Fondsvermögens steckten in einem italienischen Gebäude. Umgekehrt sieht es im Portfolio des Hausinvest-Europa der Commerzbank-Tochter CGI aus. Wie dem jüngstem Rechenschaftsbericht zu entnehmen ist, sind 3,9 Prozent des Immobilienvermögens in vier Objekten in Italien, hingegen nur 0,8 Prozent in einer spanischen Immobilie gebunden. Der Grundwertfonds der Allianz-Tochter Degi ist dagegen gar nicht in Spanien engagiert, hat aber 2,4 Prozent des Immobilienvermögens in einem Mailänder Objekt angelegt.

Goldenes Zeitalter beginnt
Internationale Immobiliendienstleister sehen für den spanischen Markt goldene Zeiten anbrechen. Hauptgrund für den Optimismus ist das beachtliche Wirtschaftswachstum. Nach einer Erhebung von Consensus Forecasts sagten Wirtschaftswissenschaftler im Dezember vergangenen Jahres dem Land für 2005 eine Zuwachsrate von 2,50 Prozent vorher. Im Juli wurde die Prognose auf 3,25 Prozent angehoben. Ganz anders sieht es in Italien aus. Ende 2004 wurde im Schnitt noch ein Wachstum von 2 Prozent für dieses Jahr erwartet. Im Juli hingegen fiel die Durchschnittsprognose auf minus 0,2 Prozent. "Das Land ist in die Rezession geraten", warnen die Immobilienanalysten von CB Richard Ellis (CBRE).
Diese Entwicklung spiegeln auch die Büromärkte wider. Nach einer Erhebung von CBRE sind die Mieten in Rom binnen Jahresfrist um 8,3 Prozent gefallen. Hingegen gab es keinen Einbruch in Spanien. Gleiches Bild bei den Leerstandsraten: Colliers International zufolge verharrt die Leerstandsrate in Madrid trotz zahlreicher Neubauten seit Dezember 2004 konstant bei 9,1 Prozent. In Mailand stieg die Quote von 7,5 auf 8 Prozent, in Rom von 7,3 auf 7,4 Prozent. Was die Situation in Mailand zusätzlich erschwert ist die Tatsache, dass bis Ende des Jahres Neubauten im Umfang von 114.000 Quadratmetern auf den Markt kommen und 2006 weitere Gebäude mit einer Gesamtfläche von 229.000 Quadratmetern entstehen.
Kein Wunder, dass internationale Investoren Spanien den Vorzug geben. Das treibt die Preise iberischer Bürotürme in die Höhe und drückt auf die Renditen. Neu erworbene Bürobauten in Madrid rentieren im Schnitt nur noch mit 4,75 Prozent, in Barcelona immerhin noch mit 5,25 Prozent, schreiben die Analysten von CBRE. Hingegen werfen Office Towers in Mailand Erträge von 5,50 Prozent, in Rom gar von 5,75 Prozent ab. Höhere Renditen bieten in Westeuropa fast nur noch die schwachen Büromärkte in Deutschland und in den Niederlanden.
Auf Spanien setzt auch die IVG. Das Unternehmen hat jetzt mit dem einheimischen Immobiliendienstleister Rodex die IVG-Iberia gegründet. IVG-Sprecher Thomas Rücker: "Wir wollen durch Projektentwicklung und Käufe von Bestandsobjekten ein Portfolio an Büroimmobilien aufbauen."

Aus der FTD vom 20.10.2005
© 2005 Financial Times Deutschland

sábado, octubre 22, 2005

The new Pension Scheme SIPP is already causing a huge demand in the overseas property market, since our previous Newsletter which introduced the changes in the regime regarding private pensions, we have had a overwhelming number of clients that since then have purchased properties through their pensions.

From April 2006 clients will be able to pay into their pensions the equivalent of their years gross salary where as before they were only allowed to pay in a small percentage, this will allow people to build up a good amount of money much quicker and this money can now be invested in properties abroad. By purchasing a property through your SIPP pension you will not be liable for capital gains when you sell the property, you will not pay any tax on rental income paid into the pension company. The clients who have already purchased in Spain taking a vantage of the new regime bought properties with completion after April 2006. Clients can open a SIPP pension or transfer any private pensions to a SIPP scheme, even clients with frozen pensions will be able to transfer to the new scheme.
More information by HOMES & FINCAS, Ayamonte, Costa de la Luz, Spain

viernes, octubre 21, 2005

Im Sog des Südens
Málaga Immobilien sind hier günstiger als an der restlichen Costa del Sol, aber die Preise steigen (FOTO: R. Almendros)
Für weniger als 215.0000 Euro ist ein Neubauapartment an der westlichen Costa del Sol eigentlich nicht mehr zu bekommen. So viel zahlt man beispielsweise in Arenal Golf in Benalmádena. Westlich von Marbella liegen solche Objekte bei mindestens 300.000, im Luxusbereich auch zwischen 500.000 und 750.000 Euro. Bei Villen geht nichts unter 800.000 Euro. Doch Andalusiens Markt für Ferienimmobilien wird nicht von der Costa del Sol monopolisiert – was wiederum auch Käufer mit schmalerem Geldbeutel freut. Sehr dynamisch ist die Entwicklung in der Stadt Vera und ihrem Umland an der Costa de Almería, der sonnenreichsten und trockensten Gegend des spanischen Festlands. Drei Golfresorts gibt es dort bereits, dazu den Almanzora Country Club mit insgesamt 12.000 geplanten Wohneinheiten sowie zahlreiche Anlagen an den langen Ständen Mojácars und direkt an der Playa de Vera, die für ihren großen FKK-Abschnitt bekannt ist. Die Preise: ab 89.000 Euro für ein Apartment im Almanzora Country Club und mindestens 650.000 Euro für eine Landvilla im luxuriösen Wüsten-Golfresort von Desert Springs. Ebenso rasant geht es am anderen Ende Andalusiens voran, in der Provinz Huelva an der Costa de la Luz. Die Golfresorts Isla Canela, Islantilla und Nuevo Portil sind zum Teil schon Mitte der achtziger Jahre entstanden. In Islantilla beispielsweise beginnen die Apartmentpreise bei 180.000 Euro. Seit Ende 2002 baut das Unternehmen FADESA direkt am Guadiana, dem Grenzfluss zu Portugal, an dem ambitionierten Großprojekt Costa Esuri. Auf einer Fläche von 450 Hektar sind dort zwei Golfplätze, ein Einkaufszentrum, mehrere kleine Seen, drei Luxushotels und insgesamt 5.500 Wohneinheiten geplant. Für Apartments zahlt man Preise ab 150.000 Euro.
Landleben Die idyllische Seite der Costa del Sol: ein Cortijo (Landsitz) bei Casarabonela (FOTO: G. Paschen)
Eine Wohnalternative ist auch das Hinterland. Die schönsten „weißen Dörfer“ und die spektakulärsten Lagen gibt es in den Provinzen Málaga und Cádiz. Aber auch in Huelva sind Land- und Dorfhäuser erhältlich. Die Preise für renovierungsbedürftige Häuser mit 5.000 Quadratmetern liegen bei 150.000 Euro, weitere 20.000 kostet die Instandsetzung. Vielleicht sind dann ja noch 25.000 bis 30.000 Euro für eine Solaranlage übrig. Sicher eine gute Investition im Sonnenstaat Andalusien.
Mehr informationen bei ABC-AYAMONTE